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Erstliga-Faustballer vor weitester Auswärtsreise

Für die Erstliga-Herren des TV Waibstadt steht am Sonntag, 11.6. (14.00 Uhr) die weiteste Auswärtsfahrt der Saison auf dem Programm. Der noch sieglose Aufsteiger muss rund 410 Kilometer einfache Wegstrecke auf sich nehmen, um beim MTV Rosenheim anzutreten.

Nach dem sehr intensiven Mai mit sieben Partien an vier Wochenenden genossen die Waibstädter das spielfreie Pfingstwochenende und verzichteten auf mögliche Turnierteilnahmen. Zur Saisonhälfte sind die sportlichen Perpektiven  indes unverändert: die 1.Bundesliga Süd scheint für die Kraichgauer – zumal ersatzgeschwächt – schlicht eine Nummer zu groß zu sein. Es droht wie bei den Gastspielen im Feld-Oberhaus 2011 und 2014 der direkte Abstieg. Trotz der Serie von teilweise deutlichen Niederlagen  macht Kapitän Kai Braun klar: „Auch wenn die Erfolgserlebnisse in dieser Saison bislang rar sind, ist unsere Moral und Spielfreude intakt und wir freuen uns weiter auf die Duelle gegen die Topteams.“

Vor der Auswärtsreise nach Oberbayern ist die Personalsituation beim TV Waibstadt unverändert angespannt. Neben dem dauerverletzten Thilo Braun (Schulter) fehlt mit Lukas Pföhler ein weiterer Stammspieler aus beruflichen Gründen. Dafür werden Max Brandt und Marek Wennesz aus der zweiten Mannschaft – die am Wochenende spielfrei ist – den verbliebenen  Kader ergänzen.

Die Favoritenrolle liegt auf dem idyllischen Faustballplatz an der Turneralm klar bei Gastgeber MTV Rosenheim, mit Rang drei (Feld 2016) sowie der Vizemeisterschaft (Halle 2016/17) fest in der nationalen Spitze etabliert. Herausragender Akteur ist der Hauptangreifer und zweifache Weltmeister Steve Schmutzler, dem eine routinierte Abwehrreihe mit mehreren Akteuren jenseits der 40 Jahre sowie der ehemalige U 18-Weltmeister und Zweitangreifer Patrick Schiep zur Seite steht. Zum Saisonauftakt gewannen die Rosenheimer im Biesigstadion eine umkämpfte Partie in 5:3-Sätzen. Aktuell  weisen die Oberbayern 6-6 Punkte auf und haben noch alle Chancen zur Qualifikation zur DM-Endrunde am 19./20.8. in Oldenburg (Niedersachsen). Allerdings sind die Zukunftsaussichten für Rosenheimer eher düster: nach dem bereits vollzogenen Rückzug aus der Hallen-Bundesliga deutet einiges darauf hin, dass der Traditionsverein vom Inn auch im Feldfaustball kurz- oder mittelfristig seinen Platz im Oberhaus freiwillig abgibt.     

 

Die zweite Herrenmannschaft der Waibstädter beendete als Aufsteiger die Vorrunde der 2.Bundesliga West mit 8-8 Punkten auf dem fünften Platz. „Mit dieser Bilanz sind wir mehr als zufrieden und wir haben gute Chancen auf den Klassenerhalt“ resümiert Christian Kiermeier die erste Hälfte der Saison. Am Sonntag, 18.6. (11.00 Uhr) trifft der Tabellenfünfte im pfälzischen Eisenberg auf Gastgeber TSG Tiefenthal sowie auf den Zweitplatzierten TB Ludwigshafen-Oppau. Ein wahrscheinlicher Abstieg der ersten Mannschaft hätte übrigens keine negativen Konsequenzen für „Waibstadt 2“. Die Statuten der Deutschen Faustball-Liga (DFBL) erlauben, dass ein Verein mit zwei Teams in der 2.Bundesliga vertreten ist.

09.06.2017 Alter: 74 Tage