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Bittere 0:5-Heimniederlage – Am Samstag krasser Außenseiter in Schweinfurt

Die Erstliga-Faustballer mussten in ihrer bislang erfolgreich verlaufenden Aufstiegssaison einen ersten Rückschlag einstecken. In der Heimpartie gegen den schwäbischen TV Unterhaugstett blieben die Kraichgauer chancenlos und unterlagen in 0:5-Sätzen. „Der Gegner hat uns an die Wand gespielt und war in allen Belangen stärker“ resümierte TVW-Kapitän Lucas Kiermeier frustriert.

Vor dem Anpfiff wurde in der Schwimmbadsporthalle auf beiden Seiten mit einer spannenden Begegnung gerechnet. Ausgeglichen verlief zumindest der Auftaktsatz. Die Waibstädter führten dabei 11:10 und Gästeangreifer Ochner schlug den folgenden Ball ins Seitenaus. Doch Lucas Kiermeier konnte mit seinem linken Fuss nicht ausweichen, Unterhaugstett machte auch die beiden nächsten Punkte und drehte den Durchgang zum 13:11.
In der Folgezeit dominierten nur noch die Gäste aus dem Nordschwarzwald. Die Abwehrreihe präsentierte sich flink und ballsicher und das Angriffsduo Michael Ochner und Robin Gensheimer verwertete die Chancen mit fast traumwandlerischer Sicherheit. „Wir haben uns die Zähne in der Angabe ausgebissen, das Risiko erhöht und auch mehrfach gewechselt. Aber nichts hat Wirkung gezeigt“ analysierte Waibstadts Trainer Rainer Frommknecht nach der lediglich 70-minütigen Partie. Auch der Versuch, den herausragenden Ex-U21-Europameister Michael Ochner vermehrt aus dem Spiel zu nehmen verpuffte, denn sein Kollege Robin Gensheimer glänzte ebenfalls mit hoher Quote. Hinzu kam, dass die Waibstädter in einem Großteil der Blockduelle den Kürzeren zogen. Während Unterhaugstett seinen „Flow“ mit vier überlegenen Satzgewinnen  (11:1, 11:4, 11:6, 11:5) feierte, ließen die Gastgeber mehr und mehr die Schultern hängen. Das ist eben auch dem Niveau der ersten Liga geschuldet. Unser Plan A hat nicht funktioniert und alle weiteren Optionen auch nicht. Aber auch ein großes Kompliment an Unterhaugstett, die habe ich noch nie so stark gesehen“ zollte Max Brandt dem Gegner Lob.
In der Tabelle steht der TV Waibstadt nach dem ersten Saisondrittel mit 6-4 Punkten dennoch in guter Position. Die beiden ausstehenden Partien der Vorrunde sind für den Liganeuling sehr hohe Hürden. Am Samstag, 7.12. (16.00 Uhr) müssen die Gelb-Schwarzen beim langjährigen Topteam Schweinfurt-Oberndorf antreten. Danach folgt am Freitag, 13.12. (20.00 Uhr) vor heimischem Publikum das nordbadische Derby gegen den TV 1880 Mannheim-Käfertal, amtierender Dritter der letztjährigen Deutschen Meisterschaft. Entsprechend bescheiden sind die Erwartungen bei den Waibstädtern. „Das sind im Prinzip zwei Freischüsse, wobei wir zumindest einige Satzgewinne im Visier haben“ blickt Rainer Frommknecht voraus.
Der samstägliche Gegner TV Schweinfurt-Oberndorf gehört dem Hallen-Oberhaus seit 2012 an und war seit 2014 mit einer Ausnahme immer für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Jahrelang galten die Unterfranken sogar als Kronprinz des Serienmeisters TSV Pfungstadt und wurden zweimal Deutscher Vizemeister. Herausragender Akteur ist der 29-jährige Fabian Sagstetter, dreifacher Weltmeister, Kapitän der Nationalmannschaft sowie für viele Experten der beste Zuspieler weltweit. Ebenfalls über internationales Format verfügen der 2,02-Meter-Angriffshüne Oliver Bauer sowie die Abwehrspieler Maximilian Lutz und U 21-Europameister Johann Habenstein, allesamt Eigengewächse aus der Oberndorfer Jugendarbeit. Für Überraschung sorgte jedoch die überraschende 2:5-Niederlage der ersatzgeschwächten Schweinfurter in Vaihingen/Enz am vergangenen Wochenende. 

1.Bundesliga Süd am 7./8.12.
Samstag, 7.12.: 16.00 Uhr: TV SW-Oberndorf – TV 1865 Waibstadt (Georg-Wichtermann-Halle Schweinfurt)
Sonntag, 8.12.: 15.00 Uhr: TSV Pfungstadt – TV S-Stammheim, TV 1880 Käfertal – TV Vaihingen/Enz

02.12.2019 Alter: 12 Tage