Hoffnung auf Aufstieg und Klassenerhalt
Aufstiegsrunde in Kaufbeuren bestimmt zukünftige Liga der 1. & 2.Herren
Mit lediglich einer Saisonniederlage beendete die erste Herrenmannschaft des TV Waibstadt am Samstag die 2.Faustball-Bundesliga West. Als „Zugabe“ folgt am 1.3. die Aufstiegsrunde im bayrischen Kaufbeuren. Noch über drei Wochen bangen muss die zweite Mannschaft, die in gleicher Liga auf dem drittletzten Rang abschloss. Der Klassenerhalt hängt direkt davon ab, ob mindestens ein Verein aus der Weststaffel den Aufstieg ins Oberhaus schafft und damit den Abstieg des TSV Karlsdorf kompensiert.
Am vergangenen Samstag in Mannheim verbuchte Waibstadt 1 zunächst einen ungefährdeten 3:0-Sieg gegen Gastgeber TV Käfertal 2 (11:6, 11:8, 11:5). Gegen den südhessischen Vierten TV Rendel musste der Erstligaabsteiger über die volle Distanz gehen, ehe der 3:2-Erfolg (12:14, 11:5, 10:12, 11:5, 11:7) feststand. Kapitän Lucas Kiermeier resümierte dennoch entspannt: „Wir haben zwei Sätze knapp verloren und drei deutlich gewonnen. Es ging uns vor allem darum, einiges auszuprobieren und den drei U 18-Spielern viele Spielanteile zu geben.“
In der Tabelle landeten die Kraichgauer punktgleich hinter der TSG Tiefenthal (beide 30-2) auf dem zweiten Rang. Die Pfälzer weisen das bessere Satzverhältnis auf - plus 34 gegenüber plus 33. Der knapp verpasste Meistertitel ist aber für den TV Waibstadt in zweifacher Hinsicht ohne Bedeutung. Einerseits starten zwei Vertreter der Weststaffel bei der Aufstiegsrunde und zum anderen verzichten die Tiefenthaler Routiniers auf die Teilnahme.
Damit startet am Samstag, 1.3. neben den Waibstädter der südhessische TV Dieburg bei der eintägigen Relegation. Diese wird vom Südmeister TV Neugablonz ausgerichtet und im bayrischen Kaufbeuren ausgetragen. Die Allgäuer stiegen nach der vergangenen Hallensaison 23/24 gemeinsam mit Waibstadt aus dem Oberhaus ab. Vierter Qualifikant ist der ebenfalls bayrische TV Segnitz. Die Unterfranken stehen im Feldfaustball bereits in der höchsten Spielklasse.
Für den TV Waibstadt gilt es in den kommenden Wochen, sich intensiv auf die Aufstiegsrunde vorzubereiten. „Die 2.Bundesliga Süd ist deutlich stärker als unsere Staffel, da fehlt uns teilweise der harte Wettbewerb“ gibt Angreifer Max Brandt zu. Dennoch sind die Aussichten der Gelb-Schwarzen günstig. Den Westzweiten Dieburg konnte man in der Saison zweimal ohne Satzverlust bezwingen. Sollte dies wiederholt werden, müsste man „nur“ einen der beiden bayrischen Gegner hinter sich lassen.
Kampf um Klassenerhalt bleibt offen
Am unteren Ende der Tabelle kämpfte zeitgleich die zweite Waibstädter Mannschaft in Ludwigshafen um den Klassenverbleib. Neben einer deutlichen 0:3-Niederlage gegen den TV Dieburg zwang das Team um Kapitän Laurin Wennesz den Gastgeber TB Oppau in einen fünften Satz. Hierbei musste sich die „Zweite“ aber chancenlos 1:11 und damit in 2:3-Sätzen geschlagen geben.
Den direkten Abstieg konnte Waibstadt 2 (6-26 Punkte) dennoch vermeiden, da die Konkurrenten Völklingen und Käfertal 2 (beide 4-28) ebenfalls ohne Punkte blieben. Nun heißt es aber warten. Der siebte Rang reicht nur dann zum Klassenerhalt, wenn Waibstadt 1 oder Dieburg bei der Aufstiegsrunde in die höchste Liga Anfang März erfolgreich sind. Steigen hingegen beide Südvertreter - Neugablonz und Segnitz - auf, muss die TVW-Reserve nach sieben Jahren die 2.Bundesliga West verlassen.