Zweitliga-Herren scheitern bei Aufstiegsrunde
Drei Niederlagen im Odenwald
Foto: Gerhard Link
Die Favoriten setzten sich durch bei der Aufstiegsrunde zur 1.Faustball-Bundesliga Süd am vergangenen Sonntag in Wünschmichelbach. Während mit dem überragenden TV Waldrennach und dem MTV Rosenheim die beiden Vertreter aus der Südstaffel jubelten, blieben die beiden badischen Westvertreter chancenlos. Der TV Wünschmichelbach und der TV Waibstadt verbleiben auch in der Feldsaison 2027 in der 2.Bundesliga West.
Die Waibstädter hatten mit der Teilnahme der Relegation ihr Rundenziel „sicherer Klassenerhalt“ bereits übertroffen. Kapitän Lucas Kiermeier: „Wir sehen die Aufstiegsspiele als interessanten Saisonabschluss, aber völlig ohne Druck“. Da niemand im TVW-Lager bis vor wenigen Wochen an die Relevanz des Termins glaubte, fehlten Luca Baumeister und Pascal Suppinger urlaubsbedingt. Linksangreifer Max Brandt pausiert ohnehin die gesamte Runde wegen einer Knieverletzung. Kurzfristig fiel mit Max Grab der frisch gebackene U 18-Weltmeister krankheitsbedingt aus. Somit ergänzten mit Laurin Wennesz und Marek Wennesz sowie Johannes Lott Akteure aus der zweiten Mannschaft den Kader. Hinzu kamen Lucas Kiermeier, Kai Braun, Thomas Link und Marius Bertsch.
Im Auftaktmatch gegen den Gastgeber TV Wünschmichelbach gerieten die Gelb-Schwarzen vor 350 Zuschauern unglücklich mit 9:11 und 11:13 in Rückstand. Mit großem Kampfgeist und angeführt von Kapitän Lucas Kiermeier schafften die Kraichgauern im nordbadischen Derby mit 11:9 und 11:8 den 2:2-Ausgleich. Im Entscheidungssatz ließen die Waibstädter eine 7:3-Führung aus und verloren die Partie gegen die Odenwälder nach 75 Minuten mit 9:11.
Im zweiten Tagesmatch musste man neidlos die Qualität des schwäbischen TV Waldrennach anerkennen. Mit überragender Defensive um Weltmeister Oliver Kraut und variabler Offensive mit Bryan Killinger und Luca Egger ließen die Nordschwarzwälder dem TV Waibstadt keine Chance und gewannen 11:6, 11:3 und 11:6.
Dritter Tagesgegner war der MTV Rosenheim. Nach ausgeglichener Anfangsphase (9:11, 11:7) setzte der 42-jährige dreifache Ex-Weltmeister Steve Schmutzler die entscheidenden Akzente. Der Angriffsroutinier führte die Oberbayern mit 11:5 und 11:7 zum 3:1-Sieg, was zugleich den Aufstieg bedeutete.
Routinier Thomas Link resümierte: "Wir wussten um die Schwere der Aufgabe und unsere Schwächen. Daher sind wir auch nicht enttäuscht und gratulieren Waldrennach und Rosenheim zum verdienten Aufstieg. Danke auch an die mitgereisten Fans! Den Sprung in die höchste Spielklasse schafften mit 6-0 Punkten (9:1 Sätze) der TV Waldrennach sowie mit 4-2 Punkten (7:4 Sätze) der MTV Rosenheim. Der TV Wünschmichelbach kassierte nach dem 3:2-Auftakterfolg über Waibstadt gegen die Südvertreter zwei bittere 0:3-Niederlagen und verfehlte den angepeilten Aufstieg deutlich. Waibstadt landete sieglos bei 3:9 Sätzen auf Rang vier.
Nach dem Scheitern der beiden badischen Vertreter und dem freiwilligen Rückzug des TV Käfertal ist in der Feldsaison 2027 kein badischer Verein erstklassig. Das gab es seit Gründung der Faustball-Bundesliga im Jahr 1961 noch nie! Gleich fünf Vereine in der Achterstaffel stellt der Landesverband Schwaben: TSV Calw, TVS Stammheim, TV Vaihingen/Enz, NLV Stuttgart-Vaihingen und TV Waldrennach. Hinzu kommen der Deutsche Meister TSV Pfungstadt (Hessen) sowie das bayrische Duo TVO Schweinfurt und MTV Rosenheim.